T(r)agebuch

Hovawarte von Ruvelstorp

Jetzt steht es fest - Akilah ist trächtig und wir erwarten voraussichtlich zum 18.02.2018 kleine süße Hovis. Beim Tierarzt mochte sie nicht stillhalten und so gab es nur zwei Bilder von der rechten halben Seite. Aber die kleinen Racker sind gut zu erkennen.

 

 

T(r)agebuch zum B-Wurf

 

Nach der Begründung des Stammbaums derer von Ruvelstorp, soll dieser anno 2018 um weitere Stammhalter und -halterinnen erweitert werden. Zu diesem Zwecke begab sich die liebliche Akilah von Ruvelstorp auf die weite Reise nach Altmörbitz, um den überaus stattlichen Janosch vom Kiefernhof zu beehren. Der sprichwörtliche Funke sprang sofort über und führte zu obigen Ergebnis.

 

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Morgen ist der große Tag für Sonntagskinder und es sieht gut aus. Mit sehr sehr sehr viel Mühe konnten wir heute die Temperatur messen, 36,7 grad. Das Absinken ist ein gutes Zeichen dafür, dass die Geburt bevorsteht. Der Umfang beträgt 101 cm. Gefressen hat sie allerdings noch ordentlich. Der arme Hund steht nun völlig unter Beobachtung. Auch wenn unsere Aki das anhänglichste Tier ist, dass ich (Frauchen) je erlebt habe, findet sie die Beobachtung total doof. Da kann man sich schon einmal in die Büsche schlagen und nicht reagieren. Vielleicht mag sie es auch nicht, dass sie so häufig in die Wurfkiste muss. So ganz glücklich ist sie mit der nicht. Wenn sie kann, verdrückt sie sich nämlich in die gemeinschaftliche Hütte, aus der Ami ja ausgezogen ist. Da bekommt man den Hund kaum raus.

Es bleibt also weiter spannend.

Wir verabschieden uns nun erst einmal und bitten alle Interessenten um Verständnis, wenn wir nicht gleich und sofort antworten. Sobald wir Neuigkeiten berichten können, von den Welpen oder vom weiteren Warten, werden wir uns melden.

 

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Es sind noch 2 Tage. Für uns und vor allem für die Kids werden die Tage immer länger. Man könnte ja auch mal früher, aber wenn ich an meine Kinder denke, die kamen nie zum errechneten Termin, meistens 14 Tage später. Na wir haben den Termin ja noch nicht mal erreicht.

Die Temperatur zu messen, war heute mit viel Überzeugung und Leckerlis verbunden. 37,3 grad, der Umfang hat sich nicht verändert. Allerdings hängt der Bauch jetzt deutlich nach unten. Hier stimmt die Literatur tatsächlich mal, der arme Hund sieht total verhungert aus mit seinen eingefallenen Flanken. Aber von Hunger kann nicht die Rede sein, Fressen kann sie noch immer für 2+. Es gibt ja wohl auch so unverbesserliche Hündinnen, die selbst am Tage der Geburt noch ordentlich fressen und anschließend alles hervorbringen. Aki könnte auch so eine sein.

Springen geht auch noch, wir benutzen natürlich nicht den Eingang von der Wurfkiste, wir hüpfen seitlich darüber hinweg. Wo habe ich das schon einmal gelesen, bei Ami. Die hat ebenfalls nie den Eingang benutzt. Wenn Aki alles wie Ami macht, müssen wir uns keine Sorgen machen. Die war eine tolle Mama.

 

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Tag 3; "Wir" haben einem Umfang von 99 cm erreicht. Die Temparatur beträgt 37,6 grad. Trotzdem war sie heute wieder sportlich fit unterwegs und tänzelte mit den Kindern durch den Garten und ums Haus. Da Akilah jetzt unter ständiger Beobachtung steht, durfte sie auch viel Zeit im Haus verbringen und hat zwischendurch sogar ein Schläfchen in der Wurfkiste gemacht. Und sie ist immer noch verfressen.

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Juhu noch immer sind wir beim 4. Tag, aber wir wollten noch wichtige Daten vermelden. Der Bauchumfang beträgt nunmehr 97 cm. Die Temperatur wollte sie sich nicht messen lassen, da hat sie sich doch glatt auf den Boden gesetzt. Wir haben es gelassen, es geht ihr gut, das muss reichen. Unruhig ist sie sehr, das Futter schmeckt aber noch immer. Allerdings musste eine Portion Feuchtfutter her, das normale Futter wollte sie nicht, auch nicht mit Honig. Da hat sich Ami gefreut, die hat alles verputzt. Im Frühjahr ist für beide Hunde Diät angesagt, da hat das Genießerleben ein Ende. Die letzte Handlung heute war die Rasur. Mit dem Haarschneidegerät haben wir Akis schöne langen schwarzen Bauchhaare abrasiert und die Zitzen freigelegt. Hoffentlich wird es jetzt nicht so kalt am Bauch. Das Geräusch hat sie jedenfalls überhaupt nicht gestört. Der Hund hat besser ausgehalten als das Herrchen.

 

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Nein, nein es ist noch nichts passiert. Gestern hatten wir die ersten Anrufe von Welpenkäufer und müssen gestehen, dass wir uns ziemlich verbabbelt haben. Es ist uns eine Herzensangelegenheit, dass es unseren Welpen richtig gut geht und da nimmt man sich gern auch die Zeit, um sich kennenzulernen und einiges zu erklären. Aus eigener Erfahrung wissen wir noch, wie schwierig es auch für „Anfänger“ sein kann. Es gibt viele Fragen, auch Bedenken und darüber sollte im Vorfeld ausführlich gesprochen werden.

Ob unsere Akilah tatsächlich noch 5 - heute sind es ja nur noch 4 Tage - warten wird, können wir gar nicht glauben. Die Unruhe hat nun auch den Hund erfasst und er zieht im Garten seine Kreise. Rein raus sie konnte sich nicht entscheiden. Das Fressen schmeckte allerdings noch ganz gut, es konnte auch nicht genug sein. Ein Zeichen dafür, dass noch alles im grünen Bereich ist. Gegen Mittag hat sie aber endlich ein schönes Plätzchen in der Sonne gefunden und sich ihr Bäuchlein ordentlich wärmen lassen. Als es dämmerte wollte sie jedoch lieber beim Rudel sein und streckte sich auf den Fliesen im Wohnzimmer aus. Wir konnten den Bauch beobachten und befühlen, da gab es den ein und anderen Stoß. Und wehe man hörte mit dem Streicheln auf. Da hat der kleine Hund doch tatsächlich gebellt. Frech.

Dass Aki abends in ihre Luxushütte muss, hat sie nun verstanden und trottet gemütlich hinter Herrchen her. Aber wie Amila liegt auch sie vor der Wurfkiste auf dem Fliesenboden.

 

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Und der Termin rückt näher. Noch 6 Tage - vielleicht - bis unser Rudel Zuwachs bekommt. Alles ist vorbereitet, nur Aki spielt nicht mit. Statt in ihrer Luxushütte die verbleibende Zeit zu genießen, liegt sie vor der Haustür oder macht der Oma die kleine Hütte streitig. Mit einem Umfang von 94,5 cm ist man ja auch eine stattliche Erscheinung, da geht die Ami ihr lieber aus dem Weg.

Am Morgen waren wir etwas besorgt. Der Hund wollte Streicheleinheiten, war jaulig und wollte nicht fressen. Was offensichtlich immer hilft, ist Honig. Ein dicker Streifen über das Essen und der Wauzi verwandelt sich in eine Fressraupe. Herrchen war wohl mit dem Honig zu geizig. Ein letztes Päckchen kam heute auch an, hatten wir doch die Fläschchen vergessen. Die sind zwar hoffentlich nur für den Notfall, aber lieber wollen wir vorbereitet sein. Und wenn wir es nicht brauchen können, gibt es noch immer die Merit, die das Fläschchen auch gern für ihre Puppi gehabt hätte. Man merkt, dass es draußen wieder etwas wärmer ist, die Temperatur lag bei 37,6 grad, allerdings wollte Aki sich nicht so gern messen lassen und machte einen Buckel.

 

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93 cm und 37,1 grad hören sich 7 Tage vor dem Termin sehr gut an. Unsere Walkingrunde hat der kleine Hund in einer super Zeit absolviert, man hatte das Gefühl, sie hatte einen Termin. Von Trab bis Galopp war alles dabei. Auffällig ist, dass der Hund seine Bauchhaare verliert. Überall finden sich jetzt 10 cm lange schwarze Haare. Sollten die Zitzen bis Mittwoch nicht gut zu sehen sein, werden wir wohl wieder etwas nachhelfen müssen.

In der Nacht hat sie nun ihre Wurfkiste angenommen, irgendwann hat sie sich zwar auf die Fliesen gelegt, aber sie ist geblieben. Ami fand das nun gar nicht so toll, die Arme stand vor dem Tor zum Gehege und hat nicht verstehen können, warum sie ausgeschlossen wurde. Um so größer war am Morgen die Wiedersehensfreude. Beide Hunde hatten sich soooo lange nicht gesehen und mussten sich erst einmal ordentlich beschnuppern.

 

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Heute, 10.02.2018, und noch 8 Tage vor dem Termin ging es abenteuerlich zu. Der kleine Hund musste die erste Nacht in seinem neuen Bett verbringen. Zunächst hatte er ordentlich in seiner zukünftigen Wurfkiste Platz genommen und sich wohl ganz profimäßig schlafend gestellt, um bei der ersten Gelegenheit das Weite zu suchen. Irgendwie hat sich Aki das aber wieder überlegt - denn eigentlich ist der Hund super gehorsam und macht nicht ohne Erlaubnis die Biege- und kam wieder zurück. Sie legte sich wieder in die Kiste - so ganz auf braver Hund. Was immer es dann war, vielleicht Rudelführers Schnarchen, machte sie sich doch aus dem Staub auf nimmer Wiedersehen. Allerdings hat sie die Rechnung ohne den Rudelführer gemacht, der hatte vorsorglich die Tür zum Welpengehege geschlossen. Wär sie vor einigen Wochen gazellenmäßig über den Zaun verschwunden, stand sie nun vor einem Problem. Herrchen holte sie wieder ins Gartenhäuschen und da blieb sie dann.

Der Umfang betrug heute 91 cm bei einer Körpertemperatur von 37,5 grad. Das Gartenhäuschen hat sich in eine Welpenankunftsstation verwandelt. Dank unserer Erfahrungen sind wir hoffentlich schon jetzt gut vorbereitet und haben von der Waage bis zu den Unterlagen alles beisammen. Die Namensliste ist auch fertig, aber wie bereits beim A-Wurf grübeln wir wieder. Wir haben ja noch einige Tage. Es ist trotzdem wieder sehr aufregend.

 

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Der Countdown läuft, nur noch 9 Tage bis zum Eintreffen der Welpen. Na mal sehen, Amis Welpen kamen auf die Minute pünktlich. Temperatur und Umfang sind unverändert. Wie Amila verfügt auch Aki über 10 Zitzen, die schon ordentlich prall sind. Besonders mag sie es, am Bauch gestreichelt zu werden. Manchmal kann man ein kleines Zucken spüren.

Heute beginnt auch die Schlafenszeit im Gartenhaus. Sohnemann verzichtet nun doch und der Rudelführer wird wohl hinten nächtigen müssen. Seit einigen Tagen wird das Gartenhäuschen ordentlich geheizt, immerhin sind es schon 17 grad. Die Babywärmelampen stehen bereit, damit es wieder schön warm und mollig für die neuen Rudelmitglieder wird.

Gestern gab es leider doch den ersten Streit um die Hütte, wer bleiben darf und wer nicht. Der kleine Hund quietschte einmal auf und lag anschließend vor der Haustür. Da durfte er natürlich in die große Hütte. Ach was war der froh und glücklich. Wenn das Hündchen nicht so gut erzogen wäre, wär er wohl sehr sehr gern mit ins Bett gekrochen. So begnügte er sich mit den kühlen Fliesen vor Frauchens Bett. Und wenn mal eine Hand über den Rand glitt, wurde sie gleich liebevoll gesäubert und angestoßen für einige Streicheleinheiten. Natürlich ist so ein Draußenhund nicht stubenrein, aber wie wir es auch schon bei Ami beobachten konnten, sind diese tollen Hunde keine Nestbeschmutzer. Sie machen sich bemerkbar, wenn es nötig wird. Akilah hat die ganze Nacht durchgehalten. Erst als Herrchenh früh zur Arbeit ging, hat sie auch das Haus verlassen.

 

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Jetzt sind es nur noch 10 Tage. Die Temperatur von Aki beträgt 37,3 grad und der Umfang 86 cm.

Nach wie vor wirkt der Hund noch immer super entspannt. Amila hatte zu dieser Zeit bereits mehrere Löcher im Garten gebuddelt, wohl um sich eine Höhle zu bauen. Wir glauben unsere Aki denkt, sie muss die Welpen in der Hütte zur Welt bringen. Aber das kennen wir ja schon. Deshalb gehen die Kinder jetzt täglich mit ihr ins Gartenhaus. Eine Lösung muss noch für Ami her. Die geht schon mal gern mit ins Gartenhaus. Wie sie allerdings auf ihre Enkel reagieren wird, wissen wir nicht und so muss sie auch demnächst draußen bleiben.

Da zur Zeit gerade Ferien sind, haben die drei Kids das Bespaßungsprogramm für die Hunde übernommen. Heute stand mal wieder Polizeihund auf dem Spielplan. Suchen und Finden steht ganz oben auf der Liste der Hunde, da gibt es viele Leckerlis. Aki braucht fast keine Kommandos mehr, für Fressen macht man alles. Auffällig ist auch, dass sie der Mama nicht mehr folgt. Wie ein typischer Hovi beobachtet sie jedoch jeden Schritt von ihr.

 

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12 Tage bis zum Termin. Die Aufregung steigt, die Familie ist aus dem Häuschen und jeder fragt, wie es dem Wauzi geht. Und wer nimmt das alles ganz gelassen, der kleine Hund. Ami hat ihr die Hütte jetzt ganz überlassen, sogar bei minus 7 grad liegt die arme Oma vor der Haustür. Dabei ist die Wurfkiste schon fertig sowie die Klappe für die Tür. Aber wie schon ihre Mutter, wird auch der kleine Hund die Behausung erst akzeptieren, wenn einer von uns sich im aufgestellten Bett niederlassen wird. Der Umfang beträgt nun schon stattliche 84 cm, die Temperatur 37, 1 grad. Die Walkrunde schafft sie nach wie vor spielend, sie führt das Rudel noch immer an. Wer sie nicht kennt, sieht ihr die Trächtigkeit nicht an, aber so ein bisschen ist sie doch rundlich um die Mitte. geworden. Fressen könnte sie ständig, aber wir halten uns an den Ernährungsplan, Übergewicht ist für die Geburt eher hinderlich.

Die fürsorgliche Mama und baldige Oma achtet schon sehr auf ihr Kind. Etwas leidet sie jedoch unter dem Verlust ihrer Spielgefährtin. Kampfspiele und auf dem Boden wälzen möchte Aki nicht mehr. Ami hat wieder begonnen uns zum Spielen aufzufordern. Mal bringt sie einen Stock, mit dem sie wieder wegläuft. Wir sollen sie dann jagen, damit sie quer durch den Garten Haken schlagen kann. Oder sie fordert uns mit lautem Bellen auf, springt wie ein Springbock vor uns auf und nieder und bellt. Ach Ami, es kommen auch wieder andere Zeiten.

 

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Noch 22 Tage. Das Essen haben wir umgestellt. Beide Hunde bekommen jetzt dreimal täglich Futter. Honig, Quark, Knochenmehl und Haferflocken und dazu Welpenfutter. Aki kann die Mahlzeiten gar nicht erwarten. Damit unsere Ami nicht traurig ist, weil sie die Köstlichkeiten sicher gut riechen kann, bekommt sie auch etwas davon ab. Danach putzen sie sich gegenseitig die Schnauzen sauber, das ist soooo süüüüß. Dreimal in der Woche gehen wir walken, 8,3 km. Hund und Stöcker war eine große Herausforderung und endete zuweil am Boden. Mit der richtigen Technik geht es auch ganz gut ohne Stöcker, uns geht es vor allem um den schnellen Schritt. Aki merkt man noch nichts von ihrem Zustand an, bisher läuft sie -wie man es von ihr kennt- freudig vorne weg und stöbert jedes Hasenloch auf. Drinnen gefällt es ihr auch immer besser. Wenn abends Ruhe einkehrt und wir es uns gemütlich gemacht haben, dauert es nicht lange und vor dem Fenster blinkt eine Marke. Sehen kann man den schwarzen Hund ja nicht. Und natürlich darf sie auch so ein halbes Stündchen rein und lässt es sich gut gehen. Streicheln, schmusen und jaulen und vielleicht mal ein Stück vom leckeren Käse oder von der Wurst.

Umfang und Temperatur haben wir heute erstmals gemessen. Akis Umfang beträgt 77 cm. Wollte ihre Mutter sich immer nicht die Temperatur messen lassen, hat das Akilein aber sowas von gut mitgemacht. Sie beträgt 37,4 grad. Vom A-Wurf wissen wir noch, bei einem Draußenhund liegt die Temperatur immer etwas niedriger, lt. Literatur sollte diese zwischen 38 und 39 grad liegen.

 

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Wir befinden uns 32 Tage vor der Geburt. Unsere Hundis haben sich schon sehr verändert. Oma Ami sorgt sich um den kleinen Hund sehr. Am Tage darf Akilah zwar das Grundstück noch bewachen und auch auf ihrem Lieblingsplatz vor der Haustür liegen, aber nachts wird sie in die Hütte geschickt. Ami läuft allein Patrouille und der kleine Hund ist nicht zu sehen. War unsere Aki schon vorher sehr anhänglich, lässt sie jetzt keine Gelegenheit aus, sich zwischen die Beine zu stellen oder den Weg nach drinnen zu versperren. Bloß nicht alleine sein sagen ihre ach so traurigen Augen. Gegen unsere eigenen Regeln, dürfen die Beiden auch mal rein, um es sich im Wohnzimmer so richtig gemütlich zu machen. Mal sehen, was das noch wird.