B-Wurf

Hovawarte von Ruvelstorp

Welpen oder Familie, das ist die Frage. Wie bereits beim ersten Wurf kommt irgendwann der Zeitpunkt, da vergisst man über die Welpen alles. Es gab nicht etwa keine neuen Infos, weil die Welpchen „leider“ alle verkauft sind, sondern weil uns einige Familienverpflichtungen eingeholt haben. Das jüngste Kind hatte Geburtstag und das Osterfest wollte geplant sein. Alles haben wir am Ende geschafft, die Geschenke waren auch noch pünktlich angekommen.

Dafür gibt es einige Neuigkeiten zu verkünden.

Zunächst einmal entscheiden die Welpen nun selbst, ob sie drinnen oder draußen bleiben wollen. Häufig liegen sie hinter der Eingangstür der Hütte, also muss man immer ganz leise ins Gehege schleichen, die Näpfe aufstellen und rufen. Da kommen sie aber durch die Hundeklappe rausgestürmt. Zielstrebig alle an einen Napf und dann geht das große Hundesortieren los. Anschließend wird gespielt. Mit ihren messerscharfen Haifischzähnen können die ganz schön zubeißen. Da gibt es schon die erste Erziehungsmaßnahme, die kleine Schnauze wird zugehalten. Kurzes aufjaulen und alles ist wieder gut. Gefühlte zwei Minuten später hängen sie wieder am Hosenbein und lassen sich mitschleifen. Na da muss man jetzt hartnäckig dran bleiben, dass kann ganz schön kneifen. Wenn Merit im Gehege ist, weiß sie sich schon zu helfen, sie hat ein Katzenspielzeug dabei und hält den Raubtierchen dies vor die Nase. Meistens kommt sie so gut durch. Nach der ersten Freude sind sie friedlich und lassen sich alles gefallen, schmusen, streicheln, kraulen und kitzeln. Allerdings wissen sie auch schon gut, wie man ein schlechtes Gewissen machen kann. Kaum sind wir raus geht ein Heulkonzert los. Deshalb haben wir heute den Garten welpenausbruchsicher gemacht. Danach durften alle gleichzeitig raus. Vorher sind wir immer mit einem oder zwei durch den Garten, da war der Rest sauer. War das ein Gewusel. So schnell waren die unterwegs und verschwunden, Mama war überfordert. Bisher haben Mama und Oma für Ordnung gesorgt, wenn mal der ein oder andere Welpe ausgebüchst ist. Den haben die beiden gestellt und bespielt. Aber nun die ganze Schar auf einmal. So manch vorwitziger Welpe hat sich heute einen Knuff eingefangen. Wobei die Oma eindeutig besser durchgreift.

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Unsere kleinen Racker sind schon große Hunde geworden. Seit zwei Tagen bekommen sie nun zwei Mahlzeiten aus ihren eigenen Näpfen und zwei aus dem Kranz. Die Pellets werden nicht mehr zerkleinert. Zunächst haben wir die Pellets noch in Milchwasser aufgeweicht, aber das ist gar nicht mehr erforderlich. Allerdings war das auch wieder für einige gierige Rüden eine echte Herausforderung. Zunächst musste jeder an seinem Napf bleiben, aber in dem Napf daneben könnte ja etwas Besseres drinnen sein. Wenn wir uns also an einem fremden Napf vergriffen haben, werden wir wieder konsequent zurückgetragen. Und nun soll man auch noch langsam essen. Da gab es zwischenzeitlich den einen oder anderen Husten, weil doch zu schnell geschlungen wurde. Man kann gar nicht glauben, wie schnell die kleinen Wauzis lernen. Jedenfalls haben sie ganz gut verstanden, jeder hat einen Napf und niemand nimmt mir was weg.

Sie verbringen die Mahlzeiten darüber hinaus ausschließlich draußen und anschließend wird ausgelassen getobt. Sie gehen jetzt schon selbständig durch die Hundeklappe und machen sich daraus einen richtigen Spaß. Raus: alle gleichzeitig, rein: nur halb durch und wieder zurück. Denn rein wollen sie nicht. Egal wie kalt oder nass, es wird ein Aufstand angezettelt, wenn sie wieder in die Hütte müssen. Heute waren sie alle so voll Schnee und so schmutzig, aber auch so glücklich. Aki spielt mit den Kleinen ziemlich wild und da waren einige noch ziemlich matschig am Fell. Aber nach zwei Stunden in der Hütte waren alle Welpchen wieder blitz blank.

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Unsere Aki hat die Mutterzeit beendet und ist doch tatsächlich aus dem Welpengehege ausgebrochen. Alles war in bester Ordnung und plötzlich nach dem Füttern am Donnerstagabend hat sie den Zaun des Welpengeheges als Leiter benutzt und saß vor der Küchentür. Ami und Aki sind gern an der Küchentür, da kommt immer mal was Leckeres raus. Wiederwillig ging sie mit Herrchen wieder zum Gehege, der nun feststellen musste, die Tür ist zu, es gab wohl einen anderen „Aus“Weg. Also Aki wieder rein und nur wenig später stand sie erneut vor der Küchentür. Nun bleibt das Gehege offen, damit Aki ihre Welpen besuchen kann, sich aber nicht bei den waghalsigen Kletteraktionen verletzt. Denn als am Donnerstag auch noch Welpenbesuch kam, ist sie doch irgendwie in das Gehege gesprungen. Ausgesperrt wollte sie nun auch nicht sein.

Wenn man den Aki-Hund ärgern will, muss man nur das Kommando „Kiste“ sagen und sofort ist der Wauzi auf und davon und versteckt sich in der Hütte. Sie lässt die kleinen Großen zwar noch trinken, aber das sieht schon ganz schön stressig aus. Aki kann man gar nicht mehr erkennen und Außenstehende könnten den Eindruck gewinnen, da ist ein Löwenrudel über eine Gazelle hergefallen. Wenn es vorbei ist, gibt es von Aki nur noch eine Staubwolke. Die kleinen Geister haben ihre Ersatzeltern jedenfalls voll akzeptiert. Hauptsache es gibt regelmäßig Fresschen.

Selbstverständlich dürfen sie jetzt auch häufiger raus. Das macht das Putzen im Gartenhäuschen viel leichter. Allerdings finden sie es gar nicht toll, dass sie anschließend wieder eingesperrt werden. Da kann man schon mal einfach wieder kehrt machen und sich unter dem Tannenbaum verdrücken. Ein bisschen müssen sie noch warten, aber bald können sie auch dauerhaft draußen bleiben.

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Heute war Kindergartenausflug. In Potsdam hatten wir 5 cm schönen Schnee, da hat Frauchen sich schon gefreut, den Welpen den Schnee zu zeigen. Ami und Aki lieben Schnee. Gern lassen sie sich einschneien oder wälzen sich einfach mal durch die weiße Pracht. Leider hat die Schneewolke um Ruhlsdorf einen sehr großen Bogen gemacht, hier lag nur an manchen Stellen Schnee und auch nur leicht angedeutet.

Aber das half nichts, der Ausflug war geplant. Erste Hürde: alle über das hohe Brett in Richtung Ausgang. Hier hat Frauchen den Fahrstuhl gemimt. Aki stand ganz unschlüssig rum und fand den Ausbruch ihres Nachwuchses jetzt nicht so doll. Nachdem sie den Ausgang endlich freigegeben hat, sind alle Welpen hinterher in Richtung Gehege. Das erste natürliche Hindernis – eine große Pfütze – haben sie alle mit Bravur gemeistert. Mitten durch, natürlich noch einmal umdrehen, -wer braucht schon trockene Pfoten - einen kleiner Schlecker und weiter geht’s. Es folgte Matsch. Also eine Nase voll Matsch und weiter platschen, immer durch. Allerdings schafften es auch zwei Welpchen, sich in den Matsch zu setzen. Die Namen verschweigen wir mal, wir wollen die zukünftigen Besitzer nicht verschrecken. An dieser Stelle soll noch einmal gesagt sein, unsere beiden Hovis kommen von jedem Spaziergang nicht sehr sauber zurück. Von Kletten über Matsch ist alles dabei.

Mama war nun ganz ganz doll aufgeregt und versuchte doch tatsächlich die Kleinen im Genick zu packen. Vermutlich wollte sie wieder mit ihnen rein in die sichere und trockene Hütte. Tja 3kg plus lassen sich jetzt nicht mehr wegtragen. Außerdem wollten die Racker auch gar nicht zurück. Der kleine Zirkus tanzte zum Ausgang des Geheges, denn dort wartete die Oma. Und Omas haben bekanntlich immer super Ideen, wie man Enkel verwöhnen kann. Ami winselte vor Freude und die Schar war am schwanzwedeln. Heute musste Oma aber noch draußen bleiben. Mama Aki muss erst einmal lernen, dass den Welpis draußen nichts passiert. Nach 10 Minuten mussten wir allerdings den Ausflug abbrechen, es begann zu nieseln. Ganz schnell wurden alle reingetragen und nun saßen sie hinter dem Brett und waren so gar nicht glücklich. Vermutlich hätte das Matschen und Patschen gern noch andauern können.

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Unsere Welpen sind heute 5 Wochen alt und alle Welpen können sich auf ein neues Rudel freuen. Da schwebt auch ein bisschen Wehmut mit, was wird das wieder ruhig bei uns sein. Aber natürlich sind wir alle sehr glücklich und zufrieden, wenn sie bald die Helden in anderen Familien werden und das werden sie ganz sicher. Ein bisschen Unfug darf es auch sein, die Kleinen müssen sich ja ausprobieren und natürlich auch ihre Grenzen austesten. Aber wenn die Mama nur ein ganz klein bisschen durchkommt, dann werden es alle ganz liebevolle und dankbare Wegbegleiter und Familienmitglieder.

Natürlich gab es auch beim Essen heute eine Überraschung. In die langweilige Milch haben wir begonnen ihr zukünftiges Welpenfutter einzurühren. Die kleinen Kugeln sind ordentlich geschrotet und werden in die Milch eingerührt. Damit die ganze Mischung nicht zu proteinreich wird, haben wir die Milch mit Wasser gestreckt. So können wir diese gut nach und nach ausschleichen, damit die Welpen am Ende der 7. Woche vollständig umgestellt sind. Ein Schüsselchen mit Wasser steht nun ebenfalls permanent in ihrer Riesenhütte und wird dankbar angenommen. Sei es zum Spielen oder zum Baden (sind eben richtige kleine Hovis) oder tatsächlich zum Saufen. Mama nutzt die Wasserquelle und wenn die dort schlabbert, dann kann das ja nichts schlechtes sein. Mittlerweile kennen sie uns alle sehr gut und stimmen gleich immer ein Konzert an, wenn wir die Hütte betreten. Außerdem wird man sofort verfolgt, weil wir gewöhnlich immer eine Kleinigkeit mitbringen.

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Heute war es nun so weit, die Welpen sind frei. Wir hatten schon überlegt, wann wohl der beste Zeitpunkt wäre, die Welpchen aus ihrer Kiste zu lassen. Aber unsere vorwitzige Bloxi hat uns die Entscheidung abgenommen. In Eintracht mit Mama saß sie heute Morgen vor der Kiste. Wir hätten ja gedacht, die schwarzmarkenen Brüder würden die ersten Gipfelstürmer sein, aber klein Bloxi hat ihn mal gezeigt, wie man das macht. Im ersten Wurf hatten wir auch schon so einen Klettermaxe mit Namen Alexi. Die Endung „xi“ muss wohl etwas bewirken.

Jedenfalls finden alle Welpen den Auslauf klasse. Der Boden ist schön ausgelegt mit frischen Betttüchern und an den Rändern liegen Molltons, die eigentlich für den Babywickeltisch gedacht sind. Mal sehen, ob sie begreifen, dass die Molltons für das Geschäftchen dort liegen.

Auf einmal ist dort ein Gewusel und geschäftiges Treiben, keiner will mehr schlafen und plötzlich ist auch mal eben wieder eine Stunde rum. Irgendwie kommen wir zu gar nichts mehr, weil die Kleinen einen so faszinieren. Eigentlich müsste jeder von uns ständig eine Kamera dabei haben, um alle Spielerein und Kabbeleien einzufangen.

Merit hat heute auch schon ihre Erfahrungen machen dürfen. Boonie und Birdy sind über ihre Stiefel hergefallen. Natürlich haben sie sich lang gemacht und sich in ihrer Strumpfhose verfangen. Geduldig hat Merit sie gelöst und beiseitegeschoben und ihnen mit erhobenem Zeigefinger erklärt, dass das ihre Stiefel wären. Die beiden Welpchen sahen sie mit großen Augen an, haben sich wie große Hovis gesetzt, um nach der Standpauke auf und davon zu trotten. Und kein Handy griffbereit.

Die Männeleins haben übrigens das Balgen für sich entdeckt. Interessant dabei ist, dass die schwarzmarkenen miteinander und die beiden blonden Rüden miteinander kabbeln. Sie ziehen auch jeweils gemeinsam miteinander los. Bilbo und Boomer schleichen dabei umher, wie zwei kleine Räuber mit Schabernack im Sinn. Brisco und Bero haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Mama zu ärgern. Daher mussten wir Akis Fressschüssel auch nach draußen stellen. Brisco musste sich nur lang strecken um an das Gesäuge zu kommen, das Bärchen hat da schon mal die Vorderpfoten zum Festhalten benutzt, besser die Krallen. Da gibt es selbstverständlich Ärger und Mama hat ihn hartnäckig abgeleckt. Natürlich knurrt er seine Mama bisweilen an, hilft nur leider nichts.

So haben eben alle ihren Spaß.

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Unsere Welpen erobern die Welt. Das Gartenhaus ist umgebaut, das Bett ist endgültig weg und nun dürfen sie zu den Milchmahlzeiten schon einmal ihre Kiste verlassen. Sie haben sich bereits daran gewöhnt, wenn man sie ruft. Hören sie „Welpis“ ist es eine gefühlte halbe Sekunde mucksmäuschenstill, bevor das Konzert angestimmt wird. Da wird gebellt, gejault, versucht den Ausgang zu erklimmen. Vor allem die schwarzmarkenen Brüder versuchen auszubrechen. Und wenn dann das Brett weg ist, sieht es aus, wie ein kleiner Viehtrieb nur mit Welpen. Sie strömen heraus, wuseln um die Beine herum und jaulen vor sich hin. Natürlich riechen sie die Milch schon und können es gar nicht abwarten. Momentan gibt es zwei Mahlzeiten mit 50 ml, den Rest erledigt nach wie vor die Mama. Diese weiß die Wanderschaft ihrer Schar noch nicht einzuordnen. Plötzlich muss sie den ganzen Raum im Blick behalten und aufpassen, dass kein Welpe sich davon macht. Dabei sind die eher damit beschäftigt, die Mama einzufangen, um sich an deren Zitzen zu hängen. Mama tänzelt also wie ein Dressurpferd im Kreis und beseitigt die Hinterlassenschaft ihrer Kleinen. Zwischendurch werden die Milchbärte gereinigt, was bereits auf wenig Gegenliebe stößt. Der ein oder andere vorlaute Welpe knurrt die arme Mama ganz energisch an. Unbeeindruckt wird dieser weiter abgeschleckt, schließlich mag Mama die Welpenmilch auch sehr sehr gern. Wenn die kleinen Racker merken, die Milchmahlzeit ist vorbei und trauriges Gucken und Jaulen bringt irgendwie auch nichts, wird gekämpft oder gespielt, Herrchens Schuh angeknabbert oder sich in Frauchens Hose gehangen. Am Ende geht es wieder ab in die Kiste und nach einem halbherzigen Protest ist wieder Schlafenszeit angesagt.

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Zunächst einmal viele liebe Grüße an Frau Zechel, Frauchen von Schröder, dem Opa von unseren Welpen. Man kann sagen, er hat sich auch hier noch einmal durchsetzen können. Die zwei schwarzmarkene Rüden, haben auch etwas von Opa Schröder abbekommen. Jedenfalls sind sie auf einem guten Weg.

Am Ende der dritten Woche haben unsere Kleinen alle die zwei Kilo-Grenze überschritten. Die kleinen Portionen Welpenmilch und Dosenfleisch bekommt ihnen gut und sie sind nicht zu bremsen. Heute haben wir mal versucht einzufangen, wie die Welpis versuchen die Welpenmilch zu trinken. Von Frauchen gab es die kleine Schüssel, Eliza hat die Welpen gehalten und Joël hat versucht Bilder zu machen. Natürlich hat er sich vor Lachen nicht halten können, weil die kleinen gierigen Geister am liebsten in die Schüssel gekrabbelt wären. Es sah aus wie bei Mama, wenn diese Dosenfleisch verschlingt. Eliza musste im Anschluss auch ihre Hose wechseln, weil bei einigen doch einiges daneben ging. Aber es hat allen super gemundet.

Außerdem durften alle heute einen Ausflug in den Garten machen. Einzeln durften sie auf einer Auflage die Sonne genießen.

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Heute war ein aufregender Tag für die Welpen. Sie hatten sehr viel Besuch und haben sich wacker geschlagen. Viele neue Gerüche und Stimmen durften sie kennenlernen, aber sie haben sich in ihrem Tagesablauf nicht stören lassen. Drei von Ihnen haben nun schon ein neues Rudel gefunden.

Um unsere Mama ein bisschen zu entlasten, haben wir heute mit der Welpenmilch begonnen. Jeder Welpe durfte 10 ml in einer Schüssel probieren. Zunächst gab es 5 ml zum Kosten und wem es gut schmeckte, der bekam noch einmal 5 ml. Was sollen wir sagen, es hat allen geschmeckt. Auch Mama hatte ihren Schlecker dazwischen gehalten und die kleinen Schnauzen wieder ordentlich gesäubert. Denn wir haben ja mit vollem Körpereinsatz geschleckert, es durfte kein Rest bleiben. Anschließend hat Mama aber noch ihre Milch angeboten und da hat natürlich kein Welpe gefehlt. Zur Belohnung durfte Aki die restliche Welpenmilch auflecken und die hat sie sich auch schmecken lassen.

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Alle Welpen laufen sicher auf ihren Pfoten und sind nicht mehr zu stoppen. Vorbei die Zeit, wo es nur um Fressen und Schlafen ging, jetzt wird gespielt, getollt und erste Grabenkämpfe geübt. Da haben wir uns heute kurzerhand entschlossen und die Spielsachen herausgeholt. Von Merit haben wir noch ein Schaf mit Spieluhr und als Eliza dieses angemacht hat, war es für drei Sekunden ganz still und flugs ging das Konzert los. Alle Welpen haben mitgeheult und ordentlich Stimme gegeben. Das rief natürlich Mama auf den Plan, die jetzt doch mal nach ihren Kleinen schauen musste. Vermutlich war der Welpenchor in ganz Ruhlsdorf zu hören. Auf den Fotos kann man gut erkennen, wie sie sich an den Rand drängen, dass Spielzeug inspizieren und abwarten, was nun passiert. Nachdem Mama alle durchgezählt hat, legte sie sich nieder, um die aufgeregten Racker mit einer leckeren Milchmalzeit zu beruhigen. Im Beisein der Mama wurde nun der Spielplatz eröffnet. Manche Welpen haben sich tatsächlich ein Spielzeug ausgesucht oder sich animieren lassen. Der ein oder andere fand nach dem Trinken die Suche nach einem Schlafplatz aber viel spannender und zog sich zurück.

Wenn man die Kleinen aber wieder aufwecken will, dann muss man ihnen nur ein wenig Feuchtfutter unter die Nase halten. Sofort fällt alle Müdigkeit ab und die kleine Ration wird gierig verspeist, um sich anschließend wieder sinnenfreudig auszustrecken.

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Die Welpen wachsen und gedeihen und können täglich etwas mehr. Die Augen sind bei allen Welpen nun vollständig geöffnet und alle tapsen durch die Kiste. Sie sind zwar noch immer sehr taumelig, aber kaum ein Welpe zieht sein Hinterteil noch hinterher. Außer man sucht eine Stelle zum Schlafen unter dem Welpenschutz in der Kiste. Da wird gerobbt, geschoben oder es geht gleich übereinander.

An die kleine Fleischportion am Abend haben sich die Welpen auch schon gewöhnt. Da ist Gewusel und Gedrängel in der Kiste und alle sind ganz aufgeregt. Heute waren sogar schon kleine Zähnchen zu spüren. Kein Wunder, dass der arme Aki-Hund die kleinen Racker häufig schon etwas maßregeln muss. Gestern war der kleine Bilbo fällig. Ob er sie jetzt gekratzt hatte oder gebissen, konnte man natürlich nicht sehen, aber ganz konsequent und energisch wurde er von der Zitze getrennt. Mama hielt die kleine Schnauze kurz im Maul und hat ihn weggeschoben. Das hat sich klein Bilbo natürlich nicht gefallen lassen und kroch wieder ran. Da er offensichtlich nichts gelernt hatte, ging das gleiche Spiel von vorn los. Anschließend kam der kleine Kerl zu Frauchen und hat sich ans Bein zum Schlafen gelegt. Da musste er wohl eine Pause einlegen.

Die Entwurmung haben alle gut überstanden. Kein Hund hatte Beschwerden oder Durchfall und somit offensichtlich auch keinen Wurmbefall. Da können wir weiter mit allen Welpen verschiedene Leckerchen probieren. Mal schauen, wie viel sie zum Ende der 3. Woche wiegen, damit wir ggf. vielleicht mit Welpenmilch beginnen können.

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Unsere Welpen sind nun schon in der dritten Woche angekommen. Und wie fängt man die dritte Woche an, mit der vorgeschriebenen Entwurmungskur. Die armen kleinen Mäuse fanden diesen neuen Eindruck nun aber gar nicht schön und lecker. Irgendwann hat auch die Mama nichts mehr halten können und sie sprang ihren Welpchen bei. Aber auch die Großen waren heute fällig, wenn schon, dann alle. Nur durften die ihre Tabletten, die Welpen bekommen das Mittel in flüssiger Form, in lecker Leberwurst genießen. Das war schon viel angenehmer.

Einige haben schon leicht geöffnete Äuglein und sie versuchen schon ganz vorsichtig in der Wurfkiste zu laufen. Dabei machen sie einen Buckel und sehen aus wie kleine Dinos mit zu großem Kopf.

Am Nachmittag kommen heute die ersten Interessenten. Daher gab es in der Mittagspause noch etwas ganz leckeres. Sie durften ein kleines Fitzelchen Rinderhack kosten. Das Ergebnis haben wir versucht bei den einzelnen Welpen festzuhalten. Mama war auch dabei. Gut, dass Aki aufs Wort gehorcht. Wenn sie gekonnt hätte, wäre wohl nichts zum Kosten für die Welpen übrig geblieben. Natürlich durfte Mama die Portion vollständig verspeisen. Ami frisst kein rohes Fleisch. Sie hat einen Fleischfaden rausgezogen, fallengelassen, beschnüffelt und mit der Kralle gedreht, um nun ganz elegant darüber zu steigen.

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Essen, schlafen, essen, schlafen, die Lieblingsbeschäftigung der Welpen. Aki hat ihre Mutterrolle jetzt voll im Griff und liegt nicht mehr so häufig in der Kiste. Irgendwie muss es nun auch Fressenszeiten geben, denn trotz der nicht mehr so häufigen Besuche von Mama, nehmen die Kleinen täglich gut zu. Sie versuchen sich jetzt immer öfter im Stehen. Der Ausgang der Wurfkiste musste bereits das zweite Mal erhöht werden, weil die kleinen Biester sich doch tatsächlich am Brett hochziehen. Und sie gewöhnen sich immer mehr an uns. Heute hat Frauchen in der Kiste gesessen und vier der kleinen Geister sind zum Kuscheln ran gerobbt, drei blieben hartnäckige bei Aki zum Trinken. Besonders schmusebedürftig scheinen die schwarzmarkenen Brüder zu sein. Wenn man diese unter dem Kinn streichelt, legen sie sich auf den Rücken mit allen vier Pfoten in der Luft und wollen ordentlich durchgekrault werden. Ganz wie Mama könnten die das stundenlang aushalten.

Außerdem haben nun auch die Schulfreunde der Kinder Besuch angemeldet. Derzeit könnten wir Besuchspläne erstellen. Zum Wohle der Welpen haben wir hier aber mal Regeln aufstellen müssen, es sind ja schließlich keine Kuscheltiere. Jedenfalls fehlt es den Welpis nicht an Abwechslung und Unterhaltung zwischendurch.

Eine kleine geschmackliche Abwechslung gab es für die Welpen heute auch. Da in der dritten Woche die erste Entwurmung ansteht, hat die Tierärztin empfohlen, dass die Welpen schon einmal kleine Hackkügelchen kosten sollen, damit sie schon einen anderen Geschmack kenngelernt haben. Also haben wir heute mal den Finger für jeden Welpen in eine Fleischdose gesteckt und den Welpen vor die Nase gehalten. Na da haben die aber geleckert. Finger ins Maul und saugen oder knabbern. Aki stand dabei und hat sich auch mit eingereiht. Für Dosenfleisch hat sie momentan wirklich eine Schwäche. Da kennt sie keine Freunde (Welpen).

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Heute ist ein besonderer Tag (11. Tag nach der Geburt) für die Welpen. Nach dem Wiegen konnten wir feststellen, dass jeder Welpe dieser Rasselbande sein Geburtsgewicht verdoppelt hat. Bilbo (blaues Halsband) hat dabei wahrlich den Vogel abgeschossen, er hat von gestern zu heute 150 g zugenommen. Man merkt es aber auch an dem, was Akilah so verputzt. Momentan bekommt sie 6 ausgewogene Mahlzeiten, bestehend aus Dosenfutter, Welpenpellets, Quark, Haferflocken und hin und wieder etwas Honig. Die Portionen sind ordentlich, aber wenn es nach dem Hund gehen würde, gäbe es noch mehr. Jedenfalls guckt sie immer ganz vorwurfsvoll, wenn die Schüssel leer ist. Irgendwie scheint sie das Futter auch direkt umzusetzen. So oft war Amila nicht in der Kiste zum Füttern. Manchmal musste man Ami auch direkt platzieren. Wenn das so anhält, brauchen wir noch eine ganze Weile nicht zufüttern.

Jetzt kann man auch täglich eine Veränderung entdecken. Die Kleinen werden immer mobiler und schlafen nicht nur. Häufig krabbeln sie jetzt durch die Kiste und machen Versuche zu bellen. Vor allem Blacky (Brisco – schwarzes Halsband), die kleine Brummse – kann das schon super gut.

Und alle üben sich im Laufen auf vier Pfoten. Das gleicht zwar einem großen Trudeln, aber ist auch zu putzig. Der Tag könnte manchmal mehr Stunden haben. Wenn man die Welpen besucht, ist eine Stunde gar nichts.

Das arme Herrchen schläft noch immer bei den Welpen. Die Kälte in der Nacht ist ja schon ordentlich. Bisher hat noch kein elektrisches Gerät gestreikt, aber man weiß ja nicht. Aki ist da auch nicht zu hilfreich, sie verbringt den größten Teil der Nacht in ihrem Loch unter dem Tannenbaum. Das warme Gartenhaus erscheint wohl ungemütlich. Oma Ami scheint mit der Kälte aber auch kein Problem zu haben. Zwar liegt sie in der Nacht in ihrer Hütte, aber tagsüber hält sie überall Sonnenbäder.

 

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Unsere Welpen haben den Besuch vom Wochenende gut verkraftet, vor allem Mama und Oma haben sich von der besten Seite gezeigt und wurden heute noch einmal für ihren Gehorsam gelobt. Das erfüllt uns natürlich mit sehr viel Stolz –das sind eben auch tolle Hunde.

Nun sind alle auf Welpenbesuch eingestellt, die ersten Termine sind gemacht. Uns ist es sehr wichtig, dass die zukünftigen Besitzer ihre kleinen Schützlinge besuchen können, so oft es möglich ist. Vom A-Wurf haben wir gelernt, dass es auch von Vorteil ist, wenn den Kleinen ein T-Shirt oder ein altes Stofftier mitgebracht wird. Es sollte schon gut nach der neuen Familie duftet. Der jeweilige Welpe bekommt das Mitbringsel ganz für sich allein. Bei der Abgabe bekommt er auch ein Handtuch von uns mit, das ihn an den Duft seines Rudels erinnert und den Weggang einfacher macht. Aber von Weggang wollen wir noch gar nicht reden, das wird auch für uns immer nicht ganz einfach. Die kleinen Racker wachsen einem schon ganz schnell ans Herz.

 

Es gab einige Fragen zu der blauen Kiste (ein Bild aus der zweiten Woche von der B-Wurf-Seite). Keine Angst, die Welpen werden nicht in einer Kiste gehalten. Die Kiste kommt täglich nur zur Reinigung der Wurfkiste zum Einsatz. Auch wenn Aki die Wurfkiste und sich selbst, insbesondere aber auch die Welpen super rein hält, werden einmal täglich alle Tücher durch neue ersetzt. Da freut sich der Geruchssinn, weil erst einmal die ganze Kiste nach bekannten Gerüchen abgesucht wird. Wenn Mama dann kommt, ist die Freude riesig. Allerdings neigt sich der Platz in der Kiste dem Ende, denn heute hat doch tatsächlich der kleine Bilbo (blaues Halsband) versucht, aus der Kiste zu kommen. Natürlich wäre die eigentlich zu hoch, aber wenn man auf seine Geschwister krabbelt, könnte das schon funktionieren.

Langweilig wird es nicht.

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Zunächst einmal wollen wir herzlich Grüße nach Spanien an Marion und ihr Rudel senden, von dort haben wir ganz liebe Grüße und Wünsche für unsere Kleinen erhalten. Auch mag Frauchen Marion unsere kleinen Neuigkeiten auf der Homepage und prompt ist Pause. Leider hat unsere Kleinste offensichtlich die Grippe und leidet sehr und selbstverständlich galt es zunächst einmal alles umzuorganisieren, damit es insbesondere auch unseren neusten Rudelmitgliedern gut geht. Die beiden großen haben die Pflege und Überwachung von Mutter und Nachwuchs übernommen und es hat super geklappt.

Die Welpchen konnten in den letzten zwei Tagen auch viele neue Eindrücke bekommen. Abwechselnd sitzt ja sowieso immer einer mit in der Wurfkiste und ist am Streicheln. Das bleibt ja nicht aus, es ist einfach eine ganz besondere Situation für die ganze Familie. Natürlich könnten die Kinder dauerhaft dort einziehen, aber ein bisschen sollte auch das Schulleben eine Rolle spielen. Jedenfalls gab es am gestrigen Morgen eine wahre Geruchsexplosion für die Kleinen. Die beiden großen Kids kamen von ihrer Reitstunde und haben wirklich sehr intensiv nach Pferd gerochen. Momentan ist es so, wenn wir in der Welpenkiste sitzen, robben die Kleinen irgendwann ran, krabbeln auf die Beine, Füße und Hände –eben alles, was erreichbar ist- und bleiben dort zum Schlafen liegen. Der neue Duft versetzte die kleine Bande jedoch in helle Aufregung. Neugierig wurde geschnuppert und anschließend ging eine lustige Unterhaltung los. Jeder hatte was zu Melden. Offenkundig hatten sie keine Angst und Mami musste auch nicht kommen.

 

Und schließlich hatten wir gestern auch den ersten Besuch. Die Franzi, die schon gern den ersten Wurf besucht hätte, aber im fernen Salzburg studiert, kam gestern mit Mama Simone und Papa Udo vorbei. Wir waren super gespannt auf die Reaktion von Mama Aki. Interessanterweise wollte die Oma Ami die Besucher vertreiben. Mama Akilah lief aufgeregt und bellend durch den Garten und Oma Amila näherte sich den Besuchern von hinten, um blitzschnell in die Hacken zu zwicken. Nach einer Ansage vom Herrchen wars auch wieder gut und alle Neuankömmlinge durften die Welpen bewundern und später sogar streicheln. Franzi und Eliza waren irgendwann nach dem Kaffee in Richtung Wurfkiste verschwunden und bis zum Abendbrot nicht mehr gesehen.

Die ersten Schritte zur Sozialisierung der Welpen sind also gemacht. Sie vertrauen den Menschen, die sie besuchen dürfen.

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Heute war Premiere, die Welpis waren erstmals mit Mama allein. Waren die Welpen bisher dauerhaft überwacht - wenn niemand von uns im Gartenhaus ist, übernimmt eine Kamera die Überwachung - mussten die neun Hovis ganz allein über die Runden kommen. Oma Ami war wie immer außerhalb des Geheges unterwegs und hat dort nach dem Rechten gesehen und Aki innerhalb des Geheges sowie im Gartenaus.

Eliza war zuerst zu Hause und hat gleich mal die Mama gefüttert. Eigentlich hatte diese von Herrchen das erste und das zweite Frühstück bekommen und es gab zusätzliches Futter in den Napf, aber der Hund hat gefressen, als ob es nie mehr etwas geben würde. Uns freut das sehr, weil man so weiß, es geht ihr wieder richtig gut. Die Welpen lagen wie immer verstreut in der Wurfkiste, also sind die 23 grad Raumtemperatur wirklich ausreichend.

Allerdings gab es noch eine dicke Überraschung. Bereits gestern hat unser Buddelflink angefangen, den schönen Platz um unsere Sibirische Tanne in ihrem Gehege umzugestalten. Da wurden flugs mal eben die Wurzeln freigelegt. Herrschen nicht dumm, hat natürlich die arme Tanne wieder zu gebuddelt und Steine um die Tanne gelegt. Hier wird kein Erdloch für die Welpen gegraben. Aki hat das Werk von Herrchen gestern schon beäugt und dem weiter keine Beachtung geschenkt. Nur um selbstverständlich heute, bei Abwesenheit des Rudelführers und seiner Stellvertreter, gleich daneben ein weiteres Loch zu buddeln. Freudig und schwanzwedelnd lag sie bei Ankunft von Eliza in dem Loch und hat die kühle Erde genossen, eben ein echter Hovawart. Tja jetzt kann Herrchen sich wieder etwas einfallen lassen und kann gleich auch überlegen, wie er das Kabel vom Rasenroboter repariert. Das hat dem Buddelanfall leider nicht standhalten können. Aber da ist er schon geübt, das ist ja nicht das erste Loch im Garten.

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Aki und ihren Welpen geht es gut. Heute gab es mal wieder Besuch von der Oma. Die ist natürlich auch neugierig, aber zunächst musste sie warten, bis es ihrer Tochter wieder besser geht. Oma Ami kam also mit ins Häuschen und ging zielstrebig auf die Wurfkiste zu. Ein kurzes Kommando „Sitz“ führte dazu, da beide Hunde saßen. Ami vor der Kiste und Aki in der Kiste, wobei die armen Welpchen gleich abgeschüttelt wurden. Verständlicherweise fanden diese das gar nicht toll und jaulten brüskiert um die Wette. Da sprang Ami auf und winselte, als ob sie ihrer Tochter sagen wollte, „Nun kümmere Dich gefälligst!“. Das fand Aki jetzt nicht so gut, wer lässt sich schon gern von den Eltern was sagen, sprang auf und bellte die arme Ami an. Da mussten wir Ami rausschicken, sie ging auch bereitwillig. Nachdem das geklärt ist, geht Ami trotz offenem Gehege nicht mehr rein. Mutter und Tochter laufen aber inzwischen wieder zusammen schwanzwedelnd durch den Garten.

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Am Montag gab es eine Überraschung. Als Herrchen nach Aki schauen wollte, ist diese mit den Welpen aufs Bett umgesiedelt. Viel weicher, riecht nach Rudel, ist nur ein bisschen hoch. Also haben wir erneut die Wurfkiste ordentlich gesäubert und Aki wieder darin platziert. Das Bett ist nun völlig zugestellt. Sie versuchte noch zwei – dreimal uns einen Welpen zu bringen und jedes Mal ging es konsequent zurück in die Wurfkiste. Jetzt scheint sie diese akzeptiert zu haben. Gegen Mittag waren wir allerdings etwas besorgt, weil sie noch immer hechelte und Nestbauverhalten an den Tag legte. Nach Rücksprache mit der Ärztin könnte schlimmstenfalls noch ein Welpe in der Gebärmutter sein. Sicherheit der Hündin geht vor, also Hundemutti sowie alle Welpen einladen und ab zur Ärztin. So kamen die Welpen zu ihrer ersten Autofahrt. Der Ultraschall war negativ, also alles gut. Die Welpen bekamen ihren ersten Checkup und haben mit Bravur bestanden.

Jetzt sind alle beruhigt. Aki kämpft natürlich noch mit den Auswirkungen des Verzehrs der Nachgeburten. Leider haben wir nicht eine gesehen, um ihr diese wegzunehmen. Aber wie Ami bekommt sie Schonkost.

Heute am Dienstag geht es Mutter Aki viel viel besser . Sie frisst fast wieder ordentlich, ist aber noch immer wählerisch.

Für die Welpen gibt es jetzt eigene Seiten, die im Laufe der Zeit mit aktuellen Informationen und Bilder bestückt werden.

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Man nehme alles Wissen aus Büchern und alle Erfahrungen aus dem ersten Wurf ziehe einen Strich darunter und hat als Ergebnis null. Alles war anders und neu.

Zuerst einmal es geht Akilah und ihren sieben Welpen gut. Drei Mädchen (blond) und 4 Jungs (2 x blond und 2 x schwarzmarken) erblickten am Sonntag den 18.02. 2018 das Licht der Welt.

Aber was für eine Geburt. Glücklicherweise war die Tierärztin vorher informiert und stand immer Rede und Antwort. Um 4 Uhr wurde das arme Frauchen geweckt mit dem Hinweis, Aki verliert Blutstropfen. Aus der Literatur und der Erfahrung mit Amila wussten wir, dass es nun bald losgehen würde. Der Hund lief umher, kratzte den Boden der Wurfkiste, setzte sich hin, legte sich hin, lief wieder raus, jaulte, verlor Tröpfchen usw. Die Tierärztin riet uns zu einem Spaziergang mit Körbchen und Wärmflasche für alle Fälle. Wir liefen dann im Garten mit ihr an der Leine, weil der Hund sofort in die Hütte stürmte. Wahrscheinlich wären die Welpen in der Hütte schon alle angekommen. Gegen 15:40 Uhr rief die Ärztin zurück, um sich mal nach dem Stand der Geburt zu erkundigen. Tröstete uns etwas, dass wir uns keine Sorgen machen sollten, wir sollten noch einmal Temperatur messen 36,3 grad, na vor Mitternacht kommen die nicht, weil die Temperatur ja wieder hochgehen müsse. Und schwubs war der erste Welpe da. Ein blondes Mädchen 500 g schwer mit Namen Birdy (rotes Halsband).

So sollte eigentlich unser zweiter Hund gerufen werden, aber wir konnten uns von dem Namen Akilah dann doch nicht trennen.

Ich sag nur Lehrbuch. Lt. eben diesem, sollte unbedingt der Tierarzt verständigt werden, wenn der nächste Welpe nicht innerhalb von zwei Stunden kommt. Also wieder die Tierärztin angerufen und während des Gespräches um 18: 02 Uhr purzelte der zweite Welpe heraus. Ein schwarzmarkener Rüde 610g mit Namen Bilbo (blaues Halsband). Scherzhaft baten wir die Ärztin nun jede Stunde anzurufen.

Nun ging es etwas schneller und ohne Ärztin. Um 18:45 Uhr kam der zweite schwarzmarkene Rüde mit 610g und dem Namen Boomer (grünes Halsband) zur Welt. Aki war nun schon ziemlich erschöpft, wir auch. An dieser Stelle vielleicht noch ein Hinweis in eigener Sache. Sollten Sie als zukünftiger Züchter irgendwo lesen, Nabelschnur etwa 5-6 cm über dem Nabel abschneiden und mit vorbereitetem Faden abbinden, dann machen Sie die Rechnung ohne Ihre Hovi-Hündin. Die macht das alles ganz alleine. Sieht ein bisschen zerrupft aus, aber so schnell können sie gar nicht mit der Schere zur Stelle sein.

Um 19:05 Uhr kam der nächste Rüde. Aufgrund der schwärzlichen Lache sah der kleine Mann so dunkel aus und bekam vorwitziger Weise von mir den Namen Blacky. Der kleine Brummer ist aber ein prächtiger blonder Rüde, 610 g schwer, trägt natürlich ein schwarzes Halsband und heißt für alle –außer für Frauchen –Brisco. Nun hielt das jüngste unserer Kinder es nicht mehr aus und kam auf Papas Arm mit Schlafzeug schnell mal gucken. Dann ging es wieder schnell zu Bett.

Spätestens jetzt tat uns unser Hund ganz schön leid, und nach den schweren Rüden sah sie schon sehr schmal aus. Wir dachten tatsächlich, wir wären durch. Aber nein, denn um 19:40 Uhr kam ein weiterer blonder Rüde mit Namen Balto und einem Gewicht von 520 g an (braunes Halsband). Sohnemann kam nun auch mal vorbei und schaute sich den Rudelzuwachs an. Doch auch für ihn hieß es Bettzeit.

Danach war Ruhe und Aki konnte sich gut um ihre Welpis kümmern. Wir hatten nun auch mal Zeit, uns blonde Welpen anzuschauen. Ami haben wir erst mit 10 Wochen kennengelernt und der A-Wurf bestand aus schwarzen und schwarzmarkenen Welpen. Mit ihrer rosa Schnauze sehen die aber auch sowas von niedlich aus. Aki sah aus, als gäbe es noch was und Eliza feilschte mit uns um jede Minute. Um halb Neun musste sie aber mit hängendem Kopf gehen. Morgen ist schließlich ein Schultag.

21:10 Uhr, wir wollten schon einpacken, und Aki begann wieder mit dem Scharren in der Wurfkiste, dem Drehen und der Unruhe. Das hat sie übrigens vor jedem Welpen gemacht. Und da kam doch um 21:20 Uhr die blonde Blaze mit 580 g herausgeschossen (oranges Halsband). Sie hatte es wirklich eilig.

Als dann um 22:45 Uhr mit 560 g die blonde Bloxi (pinkes Halsband) noch zum Vorschein kam, hatten wir vor unserer schwarzen Zaubertaube einen ganz schönen Respekt. Wo sie die alle getragen hat, ist uns schleierhaft.

P.S. Herzlichen Glückwunsch auch an Janosch, Du hast wirklich ganze Arbeit geleistet.

 

lfd. Nr.

Uhrzeit

Name

Gewicht

Geschlecht

Farbe

Halsband

1

15:45

Birdy

500 g

w

b

rot

2

18:02

Bilbo

610 g

m

sm

blau

3

18:45

Boomer

610 g

m

sm

grün

4

19:05

Brisco

610 g

m

b

schwarz

5

19:40

Balto

540 g

m

b

braun

6

21:20

Bonnie (Blaze)

580 g

w

b

orange

7

22:45

Bloxi

540 g

w

b

pink

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